Strohmulch richtig anwenden: Der Profi-Guide für dein Beet

Strohmulch richtig anwenden: Der Profi-Guide für dein Beet

Mulchen mit Stroh ist im Gartenbau eine der effektivsten Methoden, um den Boden zu schützen und die Ernte zu verbessern.

Besonders im Gemüsegarten ist goldgelbes Stroh ein echter Allrounder, der Feuchtigkeit speichert und das Bodenleben aktiviert.

Damit die Mulchschicht ihre volle Wirkung entfaltet, kommt es jedoch auf das richtige Timing und die exakte Technik an.

 

Der ideale Zeitpunkt: Wann sollte man mulchen?

Ein häufiger Fehler ist das zu frühe Mulchen im Frühjahr. Der Boden muss erst eine gewisse Grundwärme erreicht haben.

Wartest du, bis die Pflanzen etwa handhoch gewachsen sind, verhinderst du, dass der Mulch die Bodenaufwärmung blockiert.

  • Mai/Juni: Ideal für wärmeliebende Kulturen wie Tomaten und Zucchini.
  • Nach dem Gießen: Mulch immer auf feuchten Boden ausbringen.
  • Erdbeersaison: Sobald die ersten Blüten erscheinen, schützt Stroh die Früchte vor Fäulnis.

Die richtige Schichtdicke: Weniger ist manchmal mehr

Die Dicke der Schicht entscheidet darüber, ob dein Boden atmen kann oder unter der Last erstickt.

Eine zu dünne Schicht lässt Unkraut durch, während eine zu dicke Schicht bei Dauerregen zu Schimmelbildung neigen kann.

  • Gemüsebeet: Eine lockere Schicht von 5 bis 8 Zentimetern ist ideal.
  • Erdbeeren: Hier genügen oft 3 bis 5 Zentimeter, um die Beeren sauber zu halten.
  • Stauden: In Zierbeeten darf es für den Winterschutz etwas mehr sein.

 

Diese Fehler solltest du beim Mulchen vermeiden

Auch wenn Strohmulch natürlich ist, gibt es ein paar Fallstricke, die das Pflanzenwachstum hemmen können.

Ein wichtiger Faktor ist der Stickstoffverbrauch. Stroh ist kohlenstoffreich und entzieht dem Boden beim Zersetzen vorübergehend Stickstoff.

  • Keine Düngung: Streue vor dem Mulchen immer eine Handvoll Horngrieß aus.
  • Zu dicht am Stängel: Lass um den Pflanzenstamm etwas Platz, um Fäulnis zu vermeiden.
  • Verunreinigtes Stroh: Nutze nur Stroh ohne Herbizidrückstände oder Plastikreste.

 

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Das Stroh ist besonders strukturstabil und sorgt für eine exzellente Belüftung des Bodens bei gleichzeitigem Schutz vor Austrocknung.

 

Fazit: Goldener Schutz für gesunde Ernten

Richtig angewendet, reduziert Strohmulch deinen Gießaufwand um bis zu 50 % und unterdrückt lästiges Unkraut fast vollständig.

Achte auf die passende Schichtdicke und eine leichte Stickstoff-Vordüngung, dann werden deine Pflanzen im Sommer prächtig gedeihen.

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